2023: Das Jahr, in dem ich meine „Durchbruch-Mentalität“ aufgebe

2023: Das Jahr, in dem ich meine „Durchbruch-Mentalität“ aufgebe

Es ist der 6.1.2023. Ein Feiertag, der in Deutschland vor allem als „Heilige Drei Könige“ bekannt ist. Im Englischen heißt dieser Tag „Epiphany“. (Und wie ich gerade mithilfe von Dr. Google festgestellt habe, ist auch in Deutschland in der evangelischen Kirche „Epiphaniasfest“ für diesen Feiertag gebräuchlich.)

Epiphany bedeutet Offenbarung. Auch: Erscheinung, Eingebung, Geistesblitz. In den christlichen Kirchen ist damit die Erscheinung Gottes in Form von Jesus gemeint. Aber von den christlichen Kirchen und vor allem von deren Gottesbild halte ich ja nicht ganz so viel…

Denn meine Überzeugung (und Erfahrung!) ist, dass das Göttliche in jeder und jedem von uns ist, dass ALLES Gott ist. Für mich gibt es keine „übergeordnete“, von uns getrennte Kraft, die das Leben lenkt und der wir huldigen müssen. Die Kraft ist in UNS.

(Möge die Macht mit Dir sein!)

Ok, aber das hier sollte eigentlich keine theologische Abhandlung werden.

Wo war ich?

Ach ja, Epiphany. Offenbarung. Eingebung. Geistesblitz.

Von der Sorte hatte ich in den vergangenen sieben Tagen gleich mehrere. (Ok, zwei.) Ich schiebe das unter anderem auf meinen Insta-Detox, den ich am 28.12. gestartet habe und heute beende.

Ich liebe Insta, vor allem, weil ich da so easy mit meiner „Community“, also den an meiner Arbeit interessierten Menschen, in Austausch sein kann.

Aber ich „verheddere“ mich auch oft in Insta, ich hab schon das eine oder andere Mal in meinem Podcast darüber gesprochen, dass diese tolle Plattform für mich definitiv auch Schattenseiten hat und ich immer wieder sehr achtsam mit dieser App sein darf, um mich darin nicht zu verlieren.

Insta-Detox führt zu Offenbarung

Jedenfalls… Insta-Detox. Wie bereits in der Vergangenheit, hat mir mein „Insta-Entzug“ auch dieses Mal wieder Weite und Raum geschenkt. Raum zum Kontemplieren, aber auch einfach Raum in meinem Alltag und in meinem Energiefeld.

Und wie so oft hatte ich auch dieses Mal in meiner Insta-freien Zeit wieder für mich sehr wertvolle Erkenntnisse. Geistesblitze. Eingebungen.

Wenn wir Raum schaffen, können wir unsere Seele/unsere Wahrheit viel klarer hören.

Meine erste Eingebung, auf die ich in diesem Text nur kurz eingehen will: Ich werde ab dem 6.2.2023 ein 14-wöchiges live Business-Mentoring Programm auf Basis meines Business-Onlinekurses Warrioress of Love anbieten.

Ich laufe schon eine ganze Weile mit der Idee herum, ein intensives Business-Gruppenprogramm anzubieten. Aber bis vor wenigen Tagen hat sich mir die konkrete Form für das Programm noch nicht gezeigt, weshalb ich davon ausgegangen bin, dass ich dieses Programm erst in der zweiten Hälfte von 2023 anbieten werde.

Und dann – bäm – Offenbarung, Geistesblitz, war sie einfach da, die konkrete Form.

Es ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen: NATÜRLICH ist die Basis für dieses Programm mein von mir und den bisherigen Teilnehmer:innen gleichermaßen geliebter Businesskurs Warrioress of Love.

Es war die ganze Zeit da, das Gruppenprogramm.

Direkt vor meinen Augen.

Doch ich brauchte erst den erweiterten Raum, den Abstand von meinem Business-Alltag, um es sehen zu können.

KAWÄMM.

So viel zu Offenbarung Nr.1… und damit komme ich dann nach fast 500 Wörtern auch mal zum Titelthema dieses Beitrags.

Nämlich Offenbarung Nr. 2:

Offenbarung Nummer 2

Ich gebe meine „Durchbruch-Mentalität“ auf. Mit sofortiger Wirkung.

Um ehrlich zu sein: Diese Offenbarung war lange in the making. Ich würde sagen, sie hat sich über die ganze zweite Jahreshälfte 2022 in mir zusammengeköchelt.

Wie ich in meiner Jahresrückblick 2022-Podcastfolge bereits geteilt habe, war der Sommer 2022 für mich eine herausfordernde Zeit.

Mein Frühjahrs-Launch (Launch = Businesssprech für eine fokussierte Promo-Aktion für ein bestimmtes Produkt oder Dienstleistung) hatte deutlich weniger eingebracht, als erhofft/geplant, und das hat mich dann in der Folge in einen dreimonatigen Selbstwert-Struggle geworfen… meine Güte, wir Menschen mit unseren lästigen Wunden sind aber auch einfach leicht zu irritieren.

Jetzt, im Nachhinein, kann ich darüber witzeln. Aber während ich diese Phase letzten Sommer durchschritt, war es absolut nicht lustig.

Mitverantwortlich für die große Enttäuschung war meine bereits erwähnte „Durchbruch-Mentalität“, die ich hier und heute feierlich aufgebe. (Danke, dass Du es bezeugst!)

Aber was meine ich eigentlich genau mit „Durchbruch-Mentalität“?

Ich meine damit eine zutiefst leistungsgesellschaftlich, kapitalistisch geprägte Perspektive auf unsere Prozesse, letztendlich auf unser ganzes Leben.

Diese Mentalität ist überhaupt nicht begrenzt auf Business-/berufliche Themen.

Sie geht davon aus, dass wir, wenn wir „alles richtig machen“ (wer sagt eigentlich, was genau „richtig“ ist?) und uns richtig dolle anstrengen, garantiert erreichen, was wir uns vorgenommen haben.

Und dass wir, wenn wir nicht erreichen, was wir uns vorgenommen haben, eben irgendwas falsch gemacht oder uns einfach nicht genug angestrengt haben.

Wenn, dann… bla, bla, bla

„Wenn Du den perfekten Launch hinlegst und Dich richtig reinhängst, dann schaffst Du den (nächsten) finanziellen Durchbruch (und wirst Dich endlich wertvoll fühlen),“ könnte uns die Stimme dieser Mentalität zuflüstern. (Mein Ziel war gewesen, zum ersten Mal einen fünfstelligen Launch zu erreichen.)

Oder: „Wenn Du Dich richtig ins Zeug legst und Dich selbst optimierst, dann findest Du endlich den:die Partner:in, mit dem:der Du wirklich glücklich wirst!“

Oder: „Wenn Du dieses Coaching machst und jene Morgenroutine verfolgst, dann wirst Du endlich Deinen inneren Frieden finden und all Deine Wunden werden geheilt.“

Solche Botschaften, diese Mentalität, enthält in Essenz immer: Du wirst das Ziel, das Du Dir so sehr zu erreichen wünschst, mit einem großen KABÄNG erreichen, wenn Du Dich bloß genug anstrengst.

Es ist das Wasser, in dem wir als Menschen in einer kapitalistisch geprägten Leistungsgesellschaft von Geburt an schwimmen. Und es ist vergiftet.

Ich weiß, nicht jede:r von uns ist für diese Mentalität gleichermaßen empfänglich. Ich kenne Menschen, die gegenteilig konditioniert sind: „Du kannst sowieso nichts erreichen, also brauchst Du erst gar nicht anfangen, keine Energie auf den Versuch verschwenden“ – eine ebenso unwahre wie toxische Botschaft.

Auf „harte“ Arbeit getrimmt

Aber ich bin eben, wie so viele von uns, von relativ klein an auf „harte Arbeit“ getrimmt. Harte Arbeit und Leistung als Lösung für alles und als Selbstzweck.

Und wenn ich bisher nicht zu den gewünschten Ergebnissen gekommen bin, dann habe ich beim nächsten Mal halt versucht, es noch besser, noch „perfekter“ zu machen.

(Wobei ich auch in den vergangenen Jahren schon immer wieder längere Phasen hatte, in denen ich diese Konditionierung loslassen konnte und mehr mit Hingabe, Liebe und Vertrauen gearbeitet habe… und was soll ich sagen… diese Phasen haben meist zu den „einzig wahren“ Durchbrüchen in meinem Leben geführt.)

Bis zu besagtem Launch letzten Frühling.

Der war auf dem Papier ein Bilderbuch-Launch. Vielleicht weißt Du, dass ich einen beruflichen Hintergrund in Marketing und Kommunikation habe. Ich weiß also, wovon ich spreche.

Und er hat nicht funktioniert.

(Sagte mein Ego. Meine Seele sagt: Er hat perfekt funktioniert und mir alle Lektionen geschenkt, die er mir schenken sollte.)

Enttäuschung = Erkenntnis

Im Nachgang des Launches habe ich vieles erkannt. (Wie gesagt, ich hab auch in meiner letzten Podcastepisode drüber gesprochen.) Zum Beispiel, dass ich mal wieder meinen Selbstwert an das finanzielle Ergebnis dieses Launches gehängt hatte. Etwas, was meiner Essenz und meiner Mission in diesem Leben diametral gegenübersteht.

Und deshalb sag ich heute – ok ehrlich gesagt schon seit ein paar Tagen in meinem Tagebuch! – ganz offiziell Goodbye zur Durchbruch-Mentalität. Ich habe jetzt endgültig keinen Raum mehr für sie in meinem Leben.

Ich sage dieses Jahr noch mehr als zuvor JA zu Selbstannahme, Glück, Zufriedenheit und Erfüllung im HIER und JETZT, ohne all das an äußere Umstände zu knüpfen.

Das ist natürlich leichter gesagt als getan und wird ein fortlaufender Prozess für mich sein, der übrigens auch schon seit ein paar Jahren läuft und nicht erst heute anfängt. Es ist bloß die nächste Phase dieses Prozesses, die ich heute feierlich mit Dir einläute.

Es ist nicht leicht, jahrzehntelange Konditionierungen gehen zu lassen.

Es passiert nicht über Nacht (wie gesagt, goodbye Durchbruch-Mentalität)!

Ich bin sooo sehr geübt darin, Dinge durch harte und noch härtere Arbeit zu erreichen. (Was übrigens auch eine Gabe sein kann, die Dosis macht das Gift!)

Ich werde mich immer wieder daran erinnern müssen, dass ich es ab 2023 anders machen will. Noch weicher, noch weniger mit Gewalt gegen mich selbst. Noch sanfter.

Sanftmut ist übrigens mein Wort für 2023. Es kam vor ein paar Tagen zusammen mit ein paar anderen Wörtern zu mir.

Ok, im Original ist es Gentleness, vielleicht weißt Du bereits, dass ich undezent anglophil veranlagt bin.

Gentleness. Calm Power. Soft Expansion. Ease. Slow. Love. Allowing.

(Danke, dass Du zu dieser Lesung meines Tagebuch-Eintrags erschienen bist.)

Falls Du jetzt denkst, dass ich als Achtsamkeitslehrerin all das doch schon längst verinnerlicht haben sollte…

Unser inneres Patriarchat auseinandernehmen

Ich hab mein inneres Patriarchat und meinen inneren Kapitalismus genauso wie jede:r andere von uns.

Diese dysfunktionalen Strukturen in uns lösen sich nicht über Nacht (da isses wieder!), sobald wir sie einmal erkannt und verstanden haben – genauso wenig wie die dysfunktionalen Strukturen im Außen, die zu transformieren Du und ich auch hier sind. (Träfe das auf Dich nicht zu, hättest Du wahrscheinlich gar nicht bis hier gelesen.)

Vielleicht, sehr wahrscheinlich sogar, beruht meine Gabe als Lehrerin zumindest teilweise darauf, dass ich so sehr mit diesen herausfordernden Strukturen in mir im Kontakt bin. Dass ich so mit ihnen ringe. Dass es mich so viel Hingabe und Zuwendung kostet, sie Schicht um Schicht loszulassen, zu transformieren.

Denn ich kann Dir so versprechen: Ich weiß, wovon ich spreche, wenn ich achtsames Business oder Selbstliebe (zwei meiner Kernthemen!) lehre. Beide sind nicht easy peasy zu mir gekommen. Beide sind ein ewiger (?) Prozess für mich. Auch deshalb kann ich sie so gut vermitteln.

Ich wünsche Dir von Herzen ein sanftmütiges 2023. Dass Du Dir erlaubst, groß zu träumen und Deine Wünsche und Ziele zu verfolgen – aber ohne Deine verinnerlichte Leistungsgesellschaft dabei als treibende Kraft ans Steuer zu lassen.

Ich wünsche Dir sanften Erfolg, Erfüllung, Hingabe und Leichtigkeit.

Wenn Du Dich auf diese Weise von mir auf Deinem Businessweg begleiten lassen magst, sei so gerne bei Warrioress of Love dabei.

Und trag Dich von Herzen gerne für meinen Newsletter ein, um über zukünftige Aktionen, Inhalte und Kurse informiert zu werden:

 

Alles Liebe für Dich
Suzanne

Beitragsbild: Eins meiner Lieblingsbilder von mir in 2022, aufgenommen von Herrn F. im Italien-Urlaub im Oktober. Pinbild: Andrew Ly via unsplash.com

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Über die Autorin

Suzanne: Suzanne ist Achtsamkeitslehrerin & spirituelle (Business- ) Mentorin.

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