Was ist eine Heilerin? Was tut sie? Und warum schwingt bei dem Begriff sowas Seltsames mit?

Was ist eine Heilerin? Was tut sie? Und warum schwingt bei dem Begriff sowas Seltsames mit?

Was ist eine Heilerin - und was tut sie? Warum schwingt bei dem Begriff für viele so was Seltsames mit? Lass uns das einmal ein bisschen ergründen...

Der Begriff „Heilerin“ beschäftigt mich schon seit Jahren immer wieder mal. Und auch wenn ich bereits vor drei Jahren bei intuitiven Schreib-Übungen immer wieder „ich bin Heilerin“ zu Papier brachte, dauerte es doch noch eine ganze Weile, bis ich das auch wirklich annahm.

Bis ich es ohne „inneres Holpern“ sagen konnte und mich gut und stimmig damit fühlte:

Ich bin Heilerin.

Falls Du meine Arbeit schon etwas länger verfolgst, wunderst Du Dich jetzt vielleicht, denn das Etikett „Heilerin“ nutze ich sonst nicht für mich. Das ist so, weil ich mich am stärksten mit „spirituelle Lehrerin“ und „mediale Beraterin“ identifizieren kann und diese Begriffe als Lieblings-Etiketten für meine Arbeit gewählt habe.

Aber natürlich bin ich auch eine Heilerin.

Und ich weiß, dass viele andere (angehende/inkognito) Heilerinnen meine Arbeit verfolgen. Und ich finde, dass der Begriff „Heiler*in“ irgendwie unverdient ein schlechtes Image hat, aber auch immer noch falsch interpretiert wird, deswegen gibt’s heute ein bisschen Aufklärungs- und Ehren-Rettungs-Arbeit dazu von mir.

Was ist eine Heilerin? Was tut sie?

Es ist eigentlich ganz einfach: Eine Heilerin heilt niemanden (außer sich selbst). Eine Heilerin hilft anderen Menschen dabei, sich selbst zu heilen.

Denn heilen können wir uns immer nur selbst.

Doch was heißt das überhaupt, dieses „Heilen“?

Der Begriff „heilen“ bedeutet eigentlich etwas/jemanden „ganz zu machen“, also etwas vollständig oder intakt zu machen, wo vorher etwas fehlte.

Eine Heilerin unterstützt also andere Menschen dabei, sich selbst zu vervollständigen, ganz zu werden, vielleicht Puzzleteile zu finden, die für ein erfülltes Leben und den inneren Frieden wichtig sind.

So gesehen gibt es viele Berufe, die wir als Heiler*innen verstehen können: Ärzt*innen, Apotheker*innen, Therapeut*innen aller Art, auch Künstler*innen, Yoga-Lehrer*innen, Coaches und Mentor*innen aller Couleur und eben auch Menschen wie mich, die viel mit feinstofflichen Ebenen arbeiten.

Letztendlich kann man von außen immer nur Heil-Impulse geben, den tatsächlichen Prozess des eigenen Ganzwerdens, des zu-sich-findens oder wie auch immer Du es nennen möchtest, macht jeder Mensch selbst. (Oder unterlässt es selbst.)

In der heute üblichen Definition meinen wir mit Heiler*in meistens Geistheiler*innen, also Menschen, die andere Menschen in irgendeiner Form spirituell/feinstofflich) begleiten und unterstützen.

Warum schwingt bei dem Begriff „Heiler*in“ für viele was Seltsames mit?

Ich hab mir im letzten halben Jahr zweimal so „Scharlatan-Dokus“ auf YouTube reingezogen. Ich weiß auch nicht, warum ich das gemacht habe, richtig gruselig. Wahrscheinlich, um meine eigenen inneren Prozesse beim tieferen Reinwachsen in diese Arbeit mal ordentlich anzutriggern, haha.

Fakt scheint ja zu sein, wenn ich mir die zahlreichen kritischen Dokus über „abzockende Wunderheiler“ (laut Titel) etc. anschaue, dass es im Mainstream immer noch eine relativ starke Assoziation des Begriffs „Heiler*in“ mit Betrug, Scharlatanerie und so weiter gibt.

Das ärgert mich, weil die Arbeit vieler Heiler*innen, die ich kenne, so wertvoll und ein Segen für die Menschen ist. Weil diese Menschen sich selbst (und ihr Ego!!) regelmäßig in Frage stellen, reflektieren, sich weiterbilden und einen hohen Anspruch an ihre Arbeit haben.

Und ich weiß auf jeden Fall aus eigener Erfahrung, dass das öffentliche Bild von spiritueller Heilarbeit es einem nicht gerade leichter macht, so eine Aufgabe mit offenen Armen anzunehmen.

Ich finde es jedenfalls für mich sehr sehr unstimmig, dass der Begriff Heilerin immer noch so ein bisschen schlecht da steht.

Denn es gibt in jeder Branche Menschen, die ihre Aufgaben nicht achtsam und verantwortungsvoll erfüllen. Es gibt schlurig, unehrlich, unethisch, egoistisch […] handelnde Ärzt*innen, Anwält*innen, Psycholog*innen, Steuerberater*innen Lehrer*innen, Putzkräfte, Kellner*innen – you name it.

Verantwortungslose Menschen gibt’s überall: Mein Horror-Arzt

Ich war beispielsweise im Februar 2017 mal bei einem Arzt, der mir gesagt hat, dass Leute „wie ich“ wenn man nicht aufpasst plötzlich aufm Hochhaus stehen und runterspringen wollen.

Dazu muss ich sagen: Ich war in meinem Leben noch niemals auch nur annähernd suizidal veranlagt. Ich hatte damals gerade zum ersten Mal in meinem Leben eine ausführliche Chakren-Reinigung an mir selbst durchgeführt und war zum Arzt gegangen, weil mir die körperlichen Folgen davon damals unglaublich Angst eingejagt haben; es war zu der Zeit meines spirituellen Erwachens-Megaboost. Außerdem war mein Opa kurz zuvor verstorben und ich war emotional relativ in Aufruhr.

Was ich damals gebraucht hätte, wäre ne gute Heiler*in gewesen, die mir sagt, wie ich mein in Aufruhr geratenes Energiefeld wieder sortiert bekomme und nicht ein Arzt, der mir sagt, dass ich nicht alle Latten am Zaun habe und mir am besten mal n paar Psychopharmaka schmeißen soll. (Die Heilerin habe ich zum Glück kurz darauf gefunden!)

Der Arzt war auf jeden Fall mal sowas von daneben. Ich bin da natürlich nie mehr hingegangen und habe glücklicherweise zwei Monate später einen tollen Allgemeinmediziner gefunden, der sehr bodenständig ist und auch die spirituelle Seite unseres Seins in seine Arbeit mit einbezieht. (Und sie nicht negiert, wie die meisten Schulmediziner.)

Und ja, es gibt natürlich auch Heiler*innen, jedenfalls Menschen, die sich so nennen, die aus meiner Sicht nicht verantwortungsbewusst mit anderen Menschen umgehen. Es gibt solche Menschen eben in allen Berufszweigen.

Ich glaube, den Punkt habe ich klar gemacht, haha.

Warum steht „die Heilerin“ nach wie vor so schlecht da?

Warum verbinden nun also viele Menschen den Begriff „Heiler*in“ tendenziell mit Betrug, die Begriffe „Anwält*in“ oder „Ärzt*in“ aber eher nicht? Der Wahrscheinlichkeitsrechnung nach ist wohl davon auszugehen, dass sich in beiden Berufsgruppen ein gewisser Anteil unethisch denkender und eventuell auch handelnder Menschen findet.

Die Antwort ist wahrscheinlich komplex und man könnte vermutlich stundenlang drüber diskutieren – oder einfach gleich mal wieder ‘n Buch drüber schreiben. (Mein Standardimpuls zu komplexen Themen.)

Aber ich sehe als einen großen Faktor eine Verbindung zur Hexenverfolgung, die ich hier einmal kurz aufzeigen möchte, damit Du da für Dich weiter gedanklich drauf herumkauen und –fühlen kannst.

Ich habe Dir in meinem Artikel über die „Hexenwunde“ ja bereits einmal aufgezeigt, dass das Wort „Hexe“ eigentlich ursprünglich so etwas wie „weise Frau“ bedeutete und dass die europäische Hexenverfolgung letztendlich ein gezielter, machtgieriger Massenmord an weisen Frauen und Männern war. (Mehr dazu kannst Du im entsprechenden Artikel nachlesen.)

Da das Wort „Heilerin“ auf jeden Fall auch schon sehr alt ist, würde ich fast sagen, dass ein Teil des schlechten Images aus derselben Geschichte kommt und es daher unbedingt Zeit ist, das Wort zu rehabilitieren!

Letztendlich haben wir aber kollektiv mit der Abwertung des Begriffs „Heilerin“ energetisch auch dafür gesorgt, dass Menschen, die großen Wert auf ein gutes, ethisches Image legen (oder große Angst vor Verfolgung haben), sich tendenziell eher nicht den Begriff „Heiler*in“ aufkleben – auch wenn ihre Tätigkeit vielleicht Geistheilen par excellence ist.

So kann es sein, dass sich vielleicht wirklich heute noch mehr Menschen mit eher fragwürdigen Haltungen „Heiler*in“ nennen. Wir haben es sozusagen kollektiv so manifestiert. Aber ich wünsche mir wirklich, dass wir das als Gesellschaft verändern, weil dieses schlechte Image des Begriffs einfach vielen wundervollen Heiler*innen Unrecht tut.

Augen, Herz & Intuition auf bei der Wahl Deiner Unterstützter*innen!

Falls Du Dich jetzt fragst, wie Du selbst denn auf der Suche nach einer spirituellen Begleitung dafür sorgen kannst, nicht „ins Klo zu greifen“, ist mein klarer Rat an Dich:

Augen, Herz & Intuition weiiit öffnen!

Sei achtsam, wenn Du jemanden zur Unterstützung für Deine aktuellen Themen und Prozesse suchst. Achte auf Dein Gefühl. Das ist so unglaublich wichtig und eigentlich sagt uns unsere Intuition ganz ganz klar, ob jemand uns gut tut oder eher nicht. Nur ignorieren viele von uns ihre Intuition einfach viiiel zu oft. Es ist für viele quasi eine Gewohnheit, das zu tun.

(Weil die meisten von uns genau dazu erzogen worden sind: Unsere Intuition, unsere innere Autorität, zu ignorieren und stattdessen „brav“ äußeren Autoritäten – Eltern, Lehrer*innen, Chef*innen etc. – zu folgen.)

Höre in Dich hinein: Vertraust Du dieser Person? Ist Dein ganzer Körper entspannt, wenn Du an sie denkst?

Und natürlich gibt es auch ein paar äußere Faktoren, auf die wir schauen können. Ich persönlich würde niemals mit jemandem arbeiten, der/die versucht, mich unter Druck zu setzen und mich irgendwie zu einer Buchung zu drängen.

Ich weiß außerdem, dass das, was ich in meinem Leben und in meinen persönlichen Prozessen erschaffe und erreiche, immer zum Großteil von mir selbst abhängt, deswegen werde ich auch bei zu großen „Ergebnisversprechungen“ sofort skeptisch bzw. kriege eigentlich gleich den Abturn, haha.

DU bist die höchste Autorität in Deinem Leben – und genau diese Autorität solltest Du zu Rate ziehen, wenn es darum geht, Menschen nah an Dich und Deine intimen Themen heranzulassen.

Bist Du Heilerin? Dann own it, Babe!

Zum Abschluss noch ein paar Worte an meine lieben (inkognito) Heiler-Kolleginnen – und solche auf dem Weg dahin:

Erobert Euch den Begriff der Heilerin zurück, meine Lieben! Überlasst die Deutung dessen nicht den Menschen, die eigentlich gar keine Ahnung davon haben. Sondern nehmt ihn zu Euch, in Euer Feld und verbindet Euch mit der Kraft des energetischen Feldes von vielen tausend Jahren Heiler*innentum! Es ist ein Akt der Selbstermächtigung und ein weiterer Schritt in die eigene Kraft, sich diesen Begriff wieder anzueignen, anstatt wie ein panisches Huhn vor ihm wegzulaufen. Es ist ein unglaublich kraft- und machtvolles Feld!

Das heißt nicht, dass sich jede*r Heiler*in (und das sind ja unglaublich viele, letztendlich sind potenziell sogar ALLE Menschen Heiler*innen) sich unbedingt öffentlich als solche*r betiteln muss. Es geht mir hier vor allem um die innere Arbeit.

Es macht auch gar nicht immer unbedingt Sinn, je nach Zielgruppe – vielleicht können Deine Klient*innen überhaupt nix damit anfangen. Bei mir bleibt es auf jeden Fall auch erstmal bei „spirituelle Lehrerin & mediale Beraterin“ – das ist für mich am wahrsten.

(Und mir die „spirituelle Lehrerin“ zu erlauben, war ein eigener Prozess für sich, das glaub mal, haha.)

Aber energetisch ist es hilfreich, sich mal persönlich mit dem Begriff Heiler*in zu beschäftigen und eventuelle Blockaden aufzuspüren und zu lösen. (Yoga-Lehrerinnen, Coaches, Mentorinnen & Co. – I’m looking at you!)

Diese Beschäftigung damit kann übrigens auch massiven Einfluss auf Deinen Klient*innen-Zustrom haben. Wenn Du letztendlich hier bist, um Heilarbeit zu tun, aber einen großen Widerstand gegen die Energie von „Heiler*in“ hast, kann das schon ne fette Blockade sein.

Alleine die Tatsache, mit diesem Begriff und dem dazugehörigen energetischen Feld im Reinen zu sein, verändert Deine Schwingung und das was Du so in die Welt „raussendest“ – und kann Deine Sichtbarkeit bei potentiellen Klient*innen enorm erhöhen.

Danke für Dein (Hier-) Sein

Ich hoffe, dieser Artikel war hilfreich und unterstützend für Dich. Bei Fragen und Anmerkungen freue ich mich über Deinen Kommentar!

Wenn Du Dir meine individuelle Begleitung auf Deinem Weg (vielleicht sogar in Deine Aufgabe als Heiler*in?!) wünschst, schau bei meinen Readings und 1:1 Sessions vorbei. Ich freue mich, Dich und Deine einzigartige Seele kennenzulernen.

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Beitrags- & Pinbild: Nicole Harrington via unsplash.com

Rechtlicher Hinweis: Ich nehme keine ärztliche, heilpraktische und/oder medizinische Diagnose oder Behandlung vor. Eine ärztliche oder therapeutische Behandlung wird durch mein Angebot nicht ersetzt. Die auf meiner Website angebotenen Readings/Intuitive Sessions sind keine Heilmittel im Sinne gesetzlicher Bestimmungen. Sie ersetzen diese auch nicht. Ich übernehme keine Haftung für die Wirksamkeit und Folgen. Und ich gebe ausdrücklich kein Heilversprechen. Jede*r Klient*in übernimmt die volle Eigenverantwortung.

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About the author

Suzanne: Suzanne ist spirituelle Lehrerin, Speakerin & Autorin.

2 Comments

  1. Angelika

    Juli 14, 2019
    Antworten

    Danke dir... Mir wurde durch diverse Menschen immer wieder gesagt, ich hätte die Heilerin in mir. Noch habe ich den Zugang zu ihr nicht gefunden. Aber es tat grad gut deinen Artikel zu lesen...

    • Suzanne

      Juli 15, 2019
      Antworten

      Ja, die haben wir alle in uns :) Aber jede von uns darf auf ihre ganz eigene Art & Weise mit der inneren Heilerin arbeiten - manche eben auch für und mit anderen Menschen. Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg. Freut mich, dass der Artikel Dir gut getan hat!

      Alles Liebe
      Suzanne

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