Wintersonnenwende: Kraftvolle Rituale an der Schwelle zu (Deinem) neuen Leben

Wintersonnenwende: Kraftvolle Rituale an der Schwelle zu (Deinem) neuen Leben

November 24, 2019 Jahreskreis & Zyklen 0

Wintersonnenwende - Kraftvolle Rituale an der Schwelle zu (Deinem) neuen Leben

Heute in genau vier Wochen ist Wintersonnenwende – dieses Jahr (2019) ist sie exakt am Sonntag, 22.12., um 5:19 Uhr morgens.

Das nehme ich zum Anlass, um gemeinsam mit Dir heute mal etwas tiefer in die Zeitqualität dieses Jahreskreis-Festes einzutauchen. Denn jedes der acht Feste im Jahreskreis lädt uns mit seiner einzigartigen Energie dazu ein, uns tiefer mit uns selbst und dem Leben zu verbinden, bestimmte Dinge über uns zu erfahren, zu erfühlen, zu erforschen und kraftvolle nächste Schritt in unserem Leben zu machen.

So eben auch die Wintersonnenwende.

Bevor wir gemeinsam so richtig ins Thema eintauchen, an dieser Stelle eine herzliche Einladung:

Am 22.12. gebe ich einen seelenvollen Workshop zur Wintersonnenwende in Hannover! In diesem Workshop halten wir inne und beschäftigen uns achtsam damit, was wir nun hinter uns lassen, was wir Neues einladen und auch mit dem, was vielleicht bald in unser Leben kommen mag, von dem uns noch gar nicht so viel bewusst ist!

Wir nähern uns all diesem mit kraftvollen geführten Meditationen/Energiearbeit (Soul Journeys), mit kleinen (aber oho!) Ritualen, mit Mantras, mit dem gezielten Einklinken in unser tiefes Seelenwissen und mehr.

Ich freue mich, wenn Du dabei sein möchtest. Noch sind Plätze verfügbar. Hier findest Du mehr Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung!

So, weiter im Text:

Die Wintersonnenwende ist der Tag mit der längsten Nacht und dem kürzesten Tag. Seit der Sonnensommerwende am 21. Juni werden die Tage immer kürzer und die Nächte immer länger.

Mit der Wintersonnenwende ist der dunkelste Punkt im Jahreskreis erreicht und nach einigen Tagen „Stillstand“ (in Formen von 3, 4 gleichlangen Tagen) werden die Tage dann etwa ab dem christlichen Weihnachtsfest tatsächlich wieder länger – die Helligkeit nimmt zu.

Soweit die äußeren Fakten.

Die tiefere archetypische Bedeutung der Wintersonnenwende

Wie alle Jahreskreisfeste lädt uns auch die Wintersonnenwende dazu ein, ihre Zeitqualität als Spiegel und Inspiration für unsere persönlichen Prozesse zu nutzen.

Was ist also diese archetypische Qualität der Wintersonnenwende?

Wir sind hier am dunkelsten Punkt des Jahreszyklus, genau auf dem Mittelpunkt der dunkelsten drei Monate des Jahres. Archetypisch sind diese drei dunkelsten Monate des Jahres eine Zeit von Tod und (Vorbereitung auf die) Wiedergeburt.

Spätestens seit Samhain am 31. Oktober sind wir tief am Transformieren, in der Auflösung und Neuordnung begriffen.

Wir lösen alte Selbstbilder auf, Glaubenssätze, Arten zu sein, ein Teil unseres Lebens vergeht. Wir beerdigen diesen Teil. Vielleicht betrauern wir den Abschied. Bei diesem Prozess ist uns bei Weitem nicht immer bewusst, was eigentlich gerade (ver-)geht. Wir müssen es auch nicht wissen. Wir dürfen uns einfach diesem Prozess, dem Fluss des Lebens, hingeben und beobachten, was passiert.

Nun beginnt mit der Wintersonnenwende – oder: Mittwinter – ja bekanntermaßen nicht der Frühling.

Wir bleiben noch für weitere sechs Wochen, bis Imbolc am 1./2. Februar, im dunkelsten Viertel des Jahres. Es ist noch nicht die Zeit der Neugeburt, und doch ändert sich die Energie im Außen deutlich, denn: Das Licht nimmt wieder zu!

Symbolisch wird das Licht der Welt neu geboren – daher ist es nicht verwunderlich, dass die christliche Kirche Jesus‘ Geburtstag auf diese Zeit gelegt hat. Denn lange vor Entstehung und Ausbreitung der Kirche wurde ja immer schon zur Wintersonnenwende, die bis zur Einführung des gregorianischen Kalenders am 25.12. stattfand, die Neugeburt des Sonnengotts und damit allen Lebens gefeiert.

Das zunehmende Licht im Außen symbolisiert das neue Licht ins uns

Das Licht kommt also zurück. Erst wenig, es ist nur ein minikleiner Impuls, kaum merkbar, ab Imbolc wird es dann deutlicher spürbar. Und doch ändert sich die Energie ganz grundlegend.

Die Zeit, in der es immer noch und noch dunkler wurde, ist vorbei. Neue Hoffnung kann anfangen, in uns zu leuchten. Ganz klein und doch schon unauslöschlich leuchtet da ein neues Licht in uns, das unsere Wieder- oder Neugeburt ankündigt. Sie ist unausweichlich. Auch wenn es sich noch fern anfühlt: Wir werden erneut erblühen, genau wie alles in der Natur um uns.

Die Dunkelheit ist noch da. Doch die intensivste Phase der Transformation und des Vergehens haben wir überstanden. Ein neuer Lichtsamen in uns wird gesetzt.

Natürlich sind dies alles archetypische Prozesse und es kann sein, dass Du gerade eine ganz andere Energie in Deinem Leben wahrnimmst. Wir sind ja nicht nur in den Jahreskreis eingebunden, sondern in viele, viele verschiedene Zyklen und individuelle Prozesse.

Unabhängig davon, wo/wie Du Dich gerade energetisch fühlst und was in Deinem Leben gerade so IST, kann Du die Zeit um die Wintersonnenwende immer symbolisch für Dich nutzen, um ganz bewusst Neues einzuladen, das Du Dir für Dein Leben wünschst. Vielleicht auch, um Dich für Neues zu öffnen, das Du noch gar nicht auf dem Schirm hast, was aber gerne zu Dir kommen möchte.

Kraftvolle Rituale zur Wintersonnenwende

Als Ritual zur Wintersonnenwende bietet sich daher an, Dich zunächst bewusst vom alten Jahr (und gegebenenfalls von alten Mustern, Dingen die Du hinter Dir lässt etc.) zu verabschieden.

Nimm Dir Zeit, in Dich reinzuspüren und das Jahr zu rekapitulieren. Schreib Dir auch gerne etwas dazu auf, wenn Du das magst: Was war für Dich dieses Jahr? Was hat es ausgemacht? Was hat herausgestochen? Welche Menschen waren an Deiner Seite? Was waren emotionale oder sonstige Höhepunkte? Was war vielleicht schwierig, herausfordernd, schmerzhaft? Spüre dieses Jahr noch einmal ganz bewusst.

Im nächsten Schritt geht es um Dankbarkeit. Wofür bist Du in diesem Jahr besonders dankbar? Spüre das für Dich, schreib es Dir wieder auf, wenn Du magst, und bring Deine Dankbarkeit gerne auch zum Ausdruck.

Das kannst Du auf vielfältige Weise tun. Schreib vielleicht kleine „Love Notes“ per Postkarte oder Textnachricht an Menschen, für die Du besonders dankbar bist. Oder danke Mutter Erde für all den Reichtum, den sie Dir Tag für Tag schenkt, indem Du vielleicht ein schönes Mandala legst, indem Du ein paar Nüsse oder ähnliches für Tiere in die Natur legst – oder indem Du eine Spende an eine Naturschutzorganisation tätigst.

Du kannst auch einfach die Dankbarkeit in Deinem Herzen spüren und Dich in Stille und Andacht vor der Schöpfung verneigen. Auch wenn Taten durchaus oft wichtig sind – die Intention zählt in diesem Ritual!

Ritual zum Loslassen

Im Anschluss an Dein Dankbarkeitsritual/Deine Dankbarkeitsgeste kannst Du Dich nochmal gezielt mit dem beschäftigen, was Du hinter Dir lassen möchtest, was Du nicht in die nächste Phase Deines Lebens mitnehmen möchtest.

Vielleicht zeigt sich Dir schon seit Wochen oder gar Monaten, was Du nun endgültig loslassen darfst. Das können innere oder äußere Muster sein, Beziehungen, ein Job, oder, oder, oder. Spüre in Dich rein: Was möchtest Du nun wirklich ein für alle Mal hinter Dir lassen?

Auch hierzu kannst Du ein kleines Ritual machen: Schreibe auf einen Zettel, was Du hinter Dir lässt und verbrenne den Zettel anschließend mit dem Bewusstsein, dass Du diese Sache nun wirklich loslässt und zur Auflösung ans Universum gibst. (Bitte achte dabei unbedingt auf den Brandschutz, am besten machst Du das draußen!)

Alternativ oder zusätzlich kannst Du visualisieren, wie dieses Muster mit hellem, weißen, kristallfarbenem Licht aus Deinem Energiefeld aus Deinem Energiefeld heraus gereinigt wird oder wie Du die energetischen Schnüre zu einem Menschen oder einem Job trennst.

Oder Du nimmst bewusst ein reinigendes Bad mit Meersalz oder duschst und visualisierst, wie das klärende Wasser alles aus Deinem Energiefeld spült, was Du nun loslassen möchtest.

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, so ein Ritual zu gestalten. Mach nur das, was sich für Dich wirklich stimmig anfühlt, was aus Dir herauskommt. Was aus unserem Herzen und unserer Seele kommt, ist immer das kraftvollste überhaupt!

Soviel zum Loslassen und Abschließen des Alten.

Ein neuer Lichtsamen für Dein Leben

Nachdem Du mit dem Alten im wahrsten Sinne des Wortes fertig bist, kannst Du Dich auf den neuen Samen fokussieren, den Du nun für Dein Leben und in Dir setzen möchtest. Spüre für Dich hinein, was Du gerne Neues in Dein Leben einladen möchtest. Schreib es Dir auf, spüre in Deinem Herzen die freudige Erwartung des Neuen. Wenn Du magst, zünde symbolisch für das Neue, das Kommende, das neue Licht in der Welt, eine Kerze an.

Gestalte Dir wenn Du magst in den kommenden Wochen ein Visionboard mit Deinen Wünschen und Zielen oder einen Jahresaltar zur Einstimmung auf das kommende Jahr – so etwas kann eine große Stütze beim Manifestieren Deiner Wünsche sein.

Du kannst außerdem mit Affirmationen arbeiten, die Dich dabei unterstützen, auch für solche Dinge/Ereignisse offen zu sein, die Du bisher gar nicht so konkret auf dem Schirm hast. So eine Affirmation könnte beispielsweise lauten:

Ich öffne mich dafür, mein höchstes Wohl zu erfahren.

Ich öffne mich dafür, unerwartete Fülle zu empfangen.

Und so weiter. Formuliere gerne das, was für Dich am stimmigsten ist und schick Deine Affirmation aus Deinem Herzen raus ans Universum/an Deine Spirit Guides, die Dir dabei helfen können, das Beste und Schönste für Dich in Dein Leben zu rufen.

Gönne Dir anschließend Ruhe und Zeit, in der alles feinstofflich wachsen und seine Wege finden kann, damit es sich zum genau richtigen Zeitpunkt in Deinem Leben manifestiert. Du kennst ja bestimmt den schlauen Spruch: Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht.

Solch ein Ritual muss übrigens nicht zwingend am Tag der Wintersonnenwende stattfinden. Die ganze Zeit „zwischen den Jahren“, also zwischen Wintersonnenwende/Weihnachten und Dreikönigsfest eignet sich super dazu.

Wie bereits erwähnt freue ich auch mich sehr, wenn Du Lust hast, diesen magischen Übergang im Kreis mit mir und anderen Frauen zu feiern. Hier gibt’s mehr Infos zum Workshop in Hannover.

Außerdem sind auch meine monatlichen online Soul Circles immer eine gute Anlaufstelle für Deine seelenvolle innere Arbeit und ist ein schöner Baustein für Deine Selbstfürsorge-Praxis.

Namaste.

Beitragsbild: Ju On via unsplash.com, Pinbild: Caleb George via unsplash.com

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About the author

Suzanne: Suzanne ist spirituelle Lehrerin, Speakerin & Autorin.

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