Eine weibliche Wunde und ihre Heilung: Sisterhood

Eine weibliche Wunde und ihre Heilung: Sisterhood

Oktober 21, 2018 Uncategorized 0

Eine weibliche Wunde und ihre Heilung: Sisterhood

Diesen Beitrag kannst Du Dir auch im Audio von mir vorlesen lassen! Mach es Dir einfach auf Deinem Sofa gemütlich, drück auf Play und tauche mit mir ein in die heilsame Energie von Sisterhood ~ und meinen Weg mit ihr! (Dauer: 20 Minuten)

 

In diesem Moment, in dem ich anfange, aufzuschreiben, was ich aufschreiben MUSS, ist es genau 25 Tage her, dass ich von einer Reise zurückgekommen bin, die für mich alles verändert hat. Die ein großes, wichtiges Thema in meinem Leben, vollendet hat. Vervollkomment hat.

Die gleichzeitig erst der Anfang war.

Dass dies so sein würde, dass diese Reise diese große Vervollkommnung und gleichzeitig ein wichtiger Neubeginn werden würde, das wusste ich in meinem Herzen schon lange. Schon von dem Tag an, an dem ich sie im März 2018 gebucht hatte.

Und dass ich diese Reise irgendwann machen würde, wusste ich wiederum schon viele Monate vor der konkreten Buchung.

Natürlich wusste ich damals nicht, was genau auf dieser Reise passieren würde.

Aber dass das, was sich dort verändern würde, tiefgreifend sein würde, das spürte ich vom ersten Tag an.

Um Dir anschaulich zu erklären, WIE tiefgreifend, nehme ich Dich zuerst mit auf eine kleine Reise auf meinen Weg der letzten Jahre:

Die Sehnsucht nach Verbundenheit

Ich hatte mich seit Jahren, wahrscheinlich unbewusst schon mein ganzes Leben lang, nach Verbindung gesehnt. Nach Verbindung und Verbundenheit. Echter, tiefer, ehrlicher, purer Verbundenheit.

Zwar ist es mir erst in den vergangenen paar Jahren bewusst geworden, doch wenn ich jetzt so auf mein ganzes bisheriges Leben zurückschaue, war da immer irgendwo in mir diese Sehnsucht.

Die Sehnsucht danach, verbunden zu sein mit allem was ist, gerade auch mit anderen Menschen. Frauen. Schwestern.

Ich war immer ein sozialer Typ, liebte Parties und brachte auch gern selbst Leute zusammen (auch wenn ein anderer Teil von mir den Rückzug und das Allein-Sein liebt und braucht).

Ich hatte auch immer enge Beziehungen und Freundschaften, doch wenn ich zurückschaue, war trotzdem immer diese Sehnsucht in mir nach einem noch viel tieferen Verbundensein. Nach alle Masken abwerfen. Nach bedingungsloser Liebe in alle Richtungen.

Mein Weg der vergangenen knapp 4 Jahre war ein Weg in dieses tiefe Verbundensein hinein.

Mein Weg von der Trennung in die Verbundenheit

Zuallererst ging es für mich allerdings darum, mich überhaupt mal wirklich, ehrlich, aufrichtig mit mir selbst zu verbinden.

(Passenderweise lautet der Titel meines 2017 erschienen Buches ja auch „Durch die Jobkrise zu mir selbst“ – ich sah zur Zeit des Buchschreibens und der Veröffentlichung noch gar nicht WIE SEHR dieser Titel den Nagel auf den Kopf traf!)

Mit meiner Therapie ab Februar 2015 machte ich mich also auf den Weg – auf den Weg in die Verbundenheit. Zuerst mit mir selbst, mit meinen Gefühlen, mit meiner Geschichte. Ein wunderbarer, oh so heilsamer (und ebenso herausfordernder!) Weg begann.

Wenn ich zurückschaue, sehe ich: Schritt für Schritt ging ich immer tiefer mit immer mehr Bereichen des Lebens in Verbundenheit.

Ich hob die Illusion der Trennung für mich auf. Schritt für Schritt. Runde um Runde.

Ganzwerdung. Heilung.

Heilung bedeutet ja wortwörtlich Ganzwerdung.

Nachdem ich meine Therapie erfolgreich abgeschlossen hatte und dadurch ein ganzes Stück tiefer und gesünder mit meinen Gefühlen und Emotionen verbunden war, begann ich, mich zum ersten Mal in meinem Leben bewusst mit meinem Körper zu verbinden. Lernte ihn (eigentlich sie!) lieben und wirklich anzuerkennen in all ihrer Schönheit. Ein faszinierendes Wunderwerk und Göttingeschenk.

Oh, what a great great joy and relief.

(Mehr zu meiner Körper-Story, die erst in den letzten 2, 3 Jahren eine wahre Love Story geworden ist, habe ich schonmal beim Selflove Sunday auf I love Spa berichtet, falls Dich das Thema tiefer interessiert, schau doch dort mal vorbei.)

Es folgte die Rück-Verbindung mit der Erde, ihren Tieren und Pflanzen. Tiere habe ich schon immer geliebt, doch nun wurde es tiefer. Mit den Bäumen und Pflanzen verband ich mich dagegen in diesem Prozess zum ersten Mal bewusst.

Auch mit dem Kosmos und den Wesen der geistigen Welt begann ich, mich zu verbinden, sie wahrzunehmen und mehr und mehr bewusst zu kommunizieren. In dieser Zeit erfuhr ich auch meinen ersten bewussten „Download“ von der Quelle, eine direkte, hoch-bewusste Kommunikation mit dem Bewusstsein, aus dem wir alle kommen; das wir letztendlich sind.

Diese Erfahrung war extrem einschneidend und ich werde darüber nicht weiter schreiben, weil Worte dem, was ich da erlebte, kaum gerecht werden können. (Und weil es ja auch etwas sehr intimes ist.)

Natürlich geschah das alles nicht in einem linearen „Schritt-für-Schritt“-Prozess und schon gar nicht habe ich mir diesen Weg so vorgenommen. Meine Seele und das Leben haben mich geführt – und ich erkenne erst im Rückblick das konstante Thema des mich Verbindens so klar.

Doch selbst die tiefe Verbindung mit meiner-unserer Quelle stillte die tiefe Sehnsucht in mir nicht ganz.

(Klar, für den Moment schon, da war ich erstmal blissed out, aber… eine ganz bestimmte Sehnsucht, ein ganz bestimmtes Gefühl kam wieder.)

Denn bei all dieser Verbundenheit, die über die Jahre als unglaubliche Bereicherung in mein Leben kam; die zu meinem Leben wurde, fehlte doch noch ein entscheidendes Teil in meinem ganzheitlichen Puzzlespiel.

Das Meisterstück: Sisterhood

Was mir fehlte, war die ungefilterte, wahrhaftige, liebevolle Verbindung zu Frauen.

The ancient ways. Eine ganz alte, tiefe Erinnerung in meiner Seele über die Verbindung zu anderen Frauen, in heiligen Frauenkreisen.

Etwas, was ich in diesem Leben bis dahin nicht selbst erfahren hatte und von dem ich doch tief in mir wusste, dass es eigentlich ganz „natürlich“ ist. Dass es eine für mich zutiefst „wahre“ Form des Miteinanders ist.

Bereits seit ein paar Jahren bin ich in Frauenkreisen und –Workshops unterwegs.

Und schon seitdem ich zum ersten Mal Teil eines solchen Kreises gewesen war, wuchs der Wunsch in mir, selbst solche Räume für andere Frauen zu öffnen und zu halten.

Und doch spürte ich in solchen Kreisen mit mir „fremden“ Frauen immer wieder auch die Blockaden in mir, das Getrennt-Sein, das Gefühl, argwöhnisch beobachtet zu werden, das Gefühl, bewertet zu werden. Das Gefühl, nicht bis in die letzte Konsequenz vertrauen zu können, mich nicht vollkommen hingeben zu können. Die anderen Frauen – eine subtile Bedrohung.

All diese Empfindungen, mit denen ich da jahrelang zu tun hatte, entspringen dem, was ich eine weibliche Wunde nenne.

Denn mein Unwohlsein innerhalb von Frauengruppen hatte natürlich mit meine individuellen Geschichte und Erfahrungen in anderen Inkarnationen zu tun, aber ebenso sehr mit dem, was Frauen in den letzten paar Jahrtausenden kollektiv passiert ist: Von der Verbundenheit in die Konkurrenz. Vom Miteinander ins Gegeneinander.

Und ich fühlte eben diese unsagbar tiefe Sehnsucht, diese weibliche Wunde in mir zu heilen und endlich völlig authentisch in Verbindung mit anderen Frauen zu gehen.

Und nach zwei Jahren intensiver Arbeit an diesem Thema ging es nun also für mich auf die heilige Reise, zum großen „Showdown“, wie ich dachte: Im September reiste ich zu einem Retreat mit meiner Lehrerin Rebecca und etwas weniger als 40 weiteren Frauen nach Glastonbury/England.

Herausfordernde Erwartung

Ich hatte aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen und wechselhaften Gefühle im Rahmen von Frauenkreisen einen Riesenrespekt vor einer Woche Retreat mit 40 (!) anderen Frauen – das noch dazu mit Glastonbury an einem hochenergetischen Ort stattfinden sollte, der mich schon eine ganze Weile gerufen hatte.

Ich fühlte schon einige Zeit vor der Reise, dass mein „Frauenthema“ hier definitiv auf den Tisch kommen würde. Das wurde mir dann ein paar Wochen vor dem Retreat nochmal doppelt und dreifach unterstrichen, als ich meine Zimmer-Zuteilung erfuhr.

Denn ich war ins einzige Dreier-Zimmer des Retreats „gesteckt“ worden. (Ansonsten gab es nur Zweier- und Einzelzimmer.)

Als ich die entsprechende E-Mail las, musste ich schon direkt lachen… War ja klar! Ich mit meinem starken Bedürfnis nach Rückzug und mit meinem Frauenthema komme natürlich in das einzige Dreierzimmer.

„Danke, Universum. Botschaft angekommen.“

Von da an hatte ich wirklich überhaupt keinen Zweifel mehr daran, welches Thema ich während des Retreats bearbeiten dürfen würde.

In einem emotionalen Cocktail aus übersprudelnder Vorfreude und riesigem Respekt vor der großen Herausforderung verbrachte ich die bis zum Retreat verbleibenden Wochen.

Dann war es so weit. Ich reiste bereits ein paar Tage vor Beginn des Retreats nach Glastonbury, weil ich die Führung bekommen hatte, dort vorab ein paar Tage alleine zu verbringen.

Es war wunderbar. Im Zug von London nach Bristol kamen mir schon etwa im 10-Minuten-Takt die Tränen. Tränen der absolut tiefen Freude. Da öffnete sich etwas in meinem Herzen. In einer Tiefe, die nicht alltäglich angesprochen wird.

(Und ich bin auch im Alltag schon ein ziemlich emotionaler Mensch, hehe.)

Es war einfach wie nach Hause kommen. Ich hatte natürlich gehofft, dass es sich so anfühlen würde, weil ich mich schon lange zu diesem Ort gerufen gefühlt hatte. Aber man weiß es ja vorher nie so genau. Doch das Gefühl des nach-Hause-kommens durfte ich tatsächlich erfahren.

Ich genoss es total, Glastonbury mit seinen vielen heiligen und historischen Stellen und Orten für mich alleine zu erkunden. Und doch wuchs mit jedem Tag auch die Anspannung in mir und die Beklemmungen beim Gedanken an das Retreat und meine 40 „Schwestern“. In mir zeigte sich eine unglaubliche Angst vor Ablehnung und Ausgrenzung, die ich so intensiv schon lange nicht (oder vielleicht noch nie?) empfunden hatte.

Am Morgen vor Beginn des Retreats frage ich mich tatsächlich, warum ich überhaupt angereist war und was ich hier eigentlich wollte?! Es fühlte sich plötzlich überhaupt nicht mehr wie eine gute Idee an, mich in diese gefürchtete „Höhle der Löwinnen“ zu begeben.

Die Heilung: Sisterhood

Und doch ging ich natürlich.

Ich checkte aus meiner alten Unterkunft aus, brachte meinen Koffer schonmal in die neue und verbrachte die verbleibende Zeit vor Beginn des Retreats in den magischen Chalice Well Gardens, deren angrenzendens Guesthouse zu meinem großen Glück mein Zuhause für die Zeit des Retreats werden sollte.

Kurz vor 14 Uhr machte ich mich auf zum CheckIn-Treffpunkt für alle, die in derselben Unterkunft wie ich einquartiert waren.

Natürlich war ich als Erste am Treffpunkt. Nervös wartete ich und harrte der Dinge (bzw. der Frauen), die da kommen sollten.

Und dann kam sie.

Als Erste meiner fast 40 „Retreatschwestern“ begegnete mir Maria aus Wales. Als nächste glaube ich die wundervolle Betsy aus Texas. Nach und nach kamen immer mehr Frauen an.

Und: Nichts passierte.

Jedenfalls nichts Beängstigendes, nichts Unangenehmes, keine unsichtbare Mauer ging in mir hoch.

Im Gegenteil.

Während wir immer mehr aufgeregt-freudige Frauen wurden, die da im spät-spätsommerlichen Licht auf einem Parkplatz in Südengland standen und quatschten, ging in mir etwas auf.

Mein Herz ging auf und meine Seele entließ ein tiefes Trauma, das sie so unsagbar lange getragen hatte.

Ich war verbunden.

Vom ersten Moment an, von diesen ersten Augen-Blicken mit Maria und Betsy an, war alles geheilt, alles weg. Alles gelöst.

Ich spürte eine unglaublich offene, herzliche, ehrliche Verbindung zu jeder der wunderbaren Frauen, die mir begegnete.

Was ich als die größte Herausforderung auf diesem Retreat erwartet hatte, war vom ersten Moment an ein riesengroßer Segen.

Die unglaublich schöne Verbindung zu den anderen Frauen war über die ganzen fünf Retreat-Tage etwas, was mich trug und immer wieder auffing, wenn die anderen, mich wirklich und unerwartet herausfordernden Themen „zuschlugen“.

Da war sie endlich, diese Verbundenheit im Kreise von Schwestern, nach der ich mich so unglaublich lange gesehnt hatte. Und zwar voll Karacho. Ich selbst sein können, ohne Wenn und Aber. Keine Maske nötig. Mit dem Herzen gesehen werden und andere mit meinem Herzen sehen. Wertfrei. Liebevoll. Bewusst.

Mit jedem Tag wurde die Verbundenheit tiefer und auch wenn wir alle inzwischen seit einem Monat wieder in der ganzen Welt unseren eigenen Dingen nachgehen, bleibt ein Teil dieser wundervollen Verbundenheit in mir.

Tief in meinem Herzen, in meiner Seele als Code eingeschrieben.

Die Energie von Sisterhood. Pur, wahrhaftig, liebevoll.

Eine weibliche Wunde und ihre Heilung: Sisterhood

Ich habe in den letzten Jahren „harte“ Seelenarbeit getan, um dieses Thema für mich zu lösen. Ich kann nur sagen: Das war es absolut wert. Seit dem Retreat hat sich für mich unglaublich viel geändert und ich begegne fremden Frauen nochmal anders.

Mir war das Thema ja lange vorher bewusst und ich habe viel damit gearbeitet, aber jetzt, wo es tatsächlich gelöst ist… ist es…

Tja. Gelöst, halt.

Locker, frei, offen, bereichernd, freudvoll, schön.

Auch Begegnungen mit mir bereits bekannten oder sogar vertrauten Menschen fühlen sich jetzt anders an, haben eine andere Qualität für mich bekommen.

Mit Sisterhood die weibliche Wunde heilen

Ich verstehe nun auch, warum ich mich von Frauenkreisen schon lange so sehr angezogen gefühlt habe, obwohl sie für mich auch immer eine Herausforderung waren:

Weil es Teil meiner Aufgabe ist, Frauen in diesem wunderschönen, heiligen Rahmen zusammenzubringen und mit ihnen die so heilsame Energie von aufrichtiger, klarer, wahrer Schwesternschaft zu teilen und zu erleben.

Das weiterzugeben, was ich in den letzten Jahren zu diesem Seelenthema gelernt, erfahren, gelöst und geheilt habe.

Was Du in Dir heilst, das heilst Du in der Welt.

Wenn Frauen bewusst und absolut auf Augenhöhe mit offenem Herzen zusammenkommen, kann ein unvergleichlich kraftvoller, heilsamer Raum entstehen, der für mich persönlich mit nichts anderem auf dieser Welt vergleichbar ist.

Wenn wir uns wünschen, dass diese Welt endlich liebevoller und bewusster wird und dass wir endlich mehrheitlich in Respekt mit unseren Mitgeschöpfen leben, dann geht meiner Meinung nach kein Weg an der Heilung der weiblichen Wunde vorbei.

Ich bin mehr als bereit, meinen Teil beizutragen.

Beitragsbild: Jack Antal via unsplash.com, zweites Bild stammt von Erin Ryan

P.S.: Alle meine kommenden Workshops, Kreise & Co. findest Du in Zukunft hier auf meiner Website unter Workshops & Speaking.

P.P.S.: Wünschst Du Dir mehr Klarheit für Deinen eigenen Weg? Ich begleite Dich liebend gerne mit einem Audio Reading, Deinem persönlichen Soul Letter oder einer intuitiven Session. Bei Fragen zu meinem Angebot melde Dich einfach bei mir.

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About the author

Suzanne: Suzanne ist Mentorin für Frauen und Autorin.

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