Heil(ig)e Partnerschaft: Über erfüllte Beziehungen auf dem Bewusstseinsweg

Heil(ig)e Partnerschaft: Über erfüllte Beziehungen auf dem Bewusstseinsweg

Bewusste Partnerschaft – wie unsere Liebesbeziehungen uns auf dem Weg in unsere einzigartige Kraft unterstützen... oder blockieren!

So, heute kann ich mal wieder mit Fug und Recht einen meiner „Standard“-Einleitungssätze nutzen:

Diesen Artikel will ich schon eeewig schreiben!

Dieser Satz nervt mich ganz schön, weil ich ihn schon so oft geschrieben habe, aber in diesem Fall stimmt er auch ganz besonders.

Ich erinnere mich nämlich, dass ich diesen Artikel – beziehungsweise die damals mit meinem Stand der Weisheit mögliche Version davon – bereits für meinen alten Blog Free Your Work Life schreiben wollte – und der ist inzwischen seit fast 3 Jahren stillgelegt!

Also… das Ding hier reift seit mindestens 3 Jahren. Muss also n guter sein.

N Guter. So wie mein Mann. Der ist n extrem Guter. Und damit bin ich ja auch schon extrem geschmeidig mitten im Thema angekommen.

Beziehungsweise… es geht hier natürlich nicht, oder nicht hauptsächlich, um meinen Mann persönlich. Sondern um unsere Partnerschaft, um heil(ig)e Partnerschaft generell; um die Bedeutung unserer intimen Beziehungen auf dem Weg in unsere Kraft.

Mein Mann, mit dem ich seit bald 8 Jahren zusammen bin, ist der Erste, mit dem ich eine wirklich heil(ig)e Partnerschaft führe. Ist logisch, denn mein Heilungsprozess begann ja erst Anfang 2015.

Nicht jede meiner vorherigen vier festen Beziehungen war deshalb unbedingt eine komplette Katastrophe (eine aber schon, oh my!…), aber ich sehe im Rückblick natürlich schon, wie ich in jeder dieser Beziehungen aus meinen Wunden heraus gelebt habe.

Verwundete Partnerschaft…

Denn das tun wir grundsätzlich – wir leben aus unseren Wunden heraus, unsere Wunden werden durch uns gelebt. Unbewusst, mal subtiler und mal sehr sehr offensichtlich – bis wir diese Wunden bewusst haben und uns für den Weg der Heilung entscheiden.

Und da eine meiner Urwunden der tiefe Glaube an meine Unwürdigkeit/Minderwertigkeit und absolut mangelnde Selbstliebe ist/war, habe ich auch meine Partner unbewusst aus dieser Wunde heraus ausgesucht.

Das bedeutet im Klartext: In fast allen vorherigen Beziehungen (mein erster Freund bildet vielleicht eine Ausnahme) konnte mein Gegenüber mich nicht bedingungslos lieben – so wie ich bin.

Immer war mein jeweiliger Partner mir ein Spiegel für meine Wunde. Für den Glauben an meine Minderwertigkeit und meine mangelnde Selbstliebe.

Und immer habe ich – meinem alten, verwundeten Muster folgend – mich in diesen Partnerschaften irgendwie verbogen, mich versucht anzupassen. Mit mäßigem Erfolg, wer kann schon dauerhaft (auf gesunde Weise) aus seiner Seelenessenz raus?!

Genau: Niemand.

Aber ja, ich habe versucht, mich „liebenswürdiger“ zu machen, mehr zu gefallen – weil ich nicht wusste, dass ich doch schon längst bedingungslos wertvoll und liebenswürdig war. So wie ich von Natur aus bin. Schon immer gewesen war. Von Geburt an und schon lange davor!

Ich will auch gar nicht so lange in der Toxizität meiner vergangenen Partnerschaften rumhängen. Es geht ja schließlich um heil(ig)e Partnerschaft heute. Aber gut, so ein Aufzeichnen des Gegenteils verdeutlicht die Dinge ja manchmal auch ganz schön…

Generell bin ich übrigens davon überzeugt, dass Frauen/Menschen mit einer femininen Essenz sich tendenziell oft Partner*innen suchen, die sie nicht bedingungslos annehmen und lieben.

Die weibliche Wunde

Denn – mal abgesehen davon, dass das mit der bedingungslosen Liebe eh ne extrem hohe Kunst für uns Menschen ist – die ganze Welt funktioniert ja (noch!) auf dem Glaubenssatz, der fundamentalen Lüge, dass das Weibliche, das Feminine, damit auch Frauen, die Verkörperung des Weiblichen – von gemindertem Wert (gegenüber dem Maskulinen/Männlichen) ist.

Ok, jetzt bitte den Satz oben in Ruhe noch mal lesen.

Anschließend geht’s weiter:

Die meisten von uns Frauen tragen in sich – solange wir dies nicht bewusst in die Heilung bringen – einen tiefen, jahrtausendealten Glauben an die Minderwertigkeit unseres Geschlechts.

Und wir erschaffen uns im Leben immer wieder Realitäten, die unseren tiefsten Überzeugungen entsprechen.

So… Jetzt hab ich mich aber mal wieder verquatscht.

Also, long story short:

Früher habe ich meine Wunden und mein Gefühl der Minderwertigkeit natürlich in meinen Beziehungen gelebt. Also hatten meine Beziehungen entsprechend toxische Elemente in sich. Das bedeutet aber nicht, dass jeweils ALLES in der Beziehung toxisch war.

Und dann kam Herr F., damals noch Herr K.

(Ja, er hat meinen Namen angenommen, ist das nicht romantisch?!! I love it! Und es ist so bezeichnend für unsere Beziehung!)

Wir kannten uns schon über 7 Jahre, waren befreundet, bevor wir ein Paar wurden. Nicht unbedingt die schlechteste Startbedingung für eine Partnerschaft. Weil man sich unter Freunden ja doch weniger gefiltert Sachen erzählt, als wenn man gerade im Flirt-Prozess ist.

Unverfärbte Liebe

Er wusste über all meine Eskapaden bescheid, auch über mein (damals noch) halbwegs wildes Partyleben; und unsere Partnerschaft begann unter der von ihm gerne akzeptierten Prämisse, dass ich meine Freiheit nicht für ihn einschränken würde. (Damit meine ich das Feiern, Reisen, mit Freundinnen unterwegs sein, einfach ICH sein und generell meinen Freiraum.)

Dieser Mann kannte, liebte und akzeptierte mich von Anfang an so, wie ich wirklich bin. Ich hatte niemals versucht, irgendwelche meiner Charakterzüge vor ihm zu verstecken – und das war und ist wirklich ein extremer Vorteil für uns als Paar. Da gab’s auf keiner Seite großartige „böse“ Überraschungen, hehe.

Es war und ist eine große, (soweit menschlich möglich) bedingungslose Liebe.

Ich hätte früher – in meinem verwundeten Sein – niemals gedacht, dass es jemanden geben könnte, der mich so lieben und verehren könnte. Es war eine total neue Erfahrung für mich und ich bin dafür heute noch regelmäßig unglaublich dankbar.

Allerdings ist auch wahr: In meiner heutigen Kraft und dem Grad meiner Selbstentfaltung würde ich auch nichts anderes mehr akzeptieren.

(Früher tat ich das dagegen schon, wie bereits beschrieben.)

Wie Du vielleicht weißt, bin ich eine sehr starke, ermächtigte und eigensinnige Frau und Feministin – und meine Arbeit ist eins der wichtigsten Dinge in meinem Leben.

Mein Mann ist das perfekte Gegenstück zu mir. Er macht bei uns fast alle Besorgungen und er kocht jeden Tag. Ich koche so gut wie nie. Vielleicht einmal im Jahr. (Und dann kriegt er die Krise, wie die Küche aussieht! Haha!) Er hält mir den Rücken frei, damit ich mich in meiner heilerischen und kreativen Arbeit austoben und immer noch tiefer eintauchen kann.

Er kannte mich schon, bevor ICH mich kannte

Er tut all das gerne, nicht weil er es „muss“. (Muss er ja auch nicht.)

Er liebt meine Essenz, nicht ein patriarchal deformiertes, bleiches Abbild von mir.

Er liebt mich in meiner Kraft – und meine Kraft können nicht gaaanz so viele Menschen „ertragen“. Wenn jemand sehr aus seinen Wunden lebt, hält er es heute nicht lange mit mir aus.

Dass mein Mann mich so in meiner höchsten Wahrheit liebt, finde ich ein kleines Wunder – denn als wir uns kennengelernt haben und auch als wir ein Paar wurden, hatte ich ja noch nicht einmal angefangen, meinen Heilungsweg zu gehen.

Ein bisschen ist es so, als ob er mich in meiner Essenz schon kannte, bevor ich mich selbst wirklich kannte.

Auch heute noch sieht er mich manchmal klarer, als ich selbst es tue.

Er war und ist an meiner Seite, durch all die teilweise auch sehr herausfordernden Prozesse der vergangenen Jahre hindurch.

So, der Artikel soll jetzt aber kein reiner Lobgesang auf unsere Beziehung und Liebeserklärung an Herrn F. sein (das mach ich eh auch regelmäßig privat).

Und, der Realitätsnähe zuliebe: Bei uns knallt es auch ab und an. Hier wird keine Harmoniesucht gelebt. Ich persönlich glaube, dass eine wahrhaft intime Beziehung nicht ohne Konflikte abläuft. Wahre Nähe erzeugt Reibung. Und Reibung schenkt uns Wachstum.

Mehr darüber, wie wir uns gegenseitig triggern und was ich durch die Spiegelungen meines Mannes schon so lernen durfte, schreibe ich Dir bald nochmal in einem eigenen Artikel. (Nachtrag: HIER ist er!)

Partnerschaft auf dem Weg in die eigene Kraft

Aber einen Punkt möchte ich heute unbedingt festhalten und verdeutlichen:

Wenn Du eine*n Partner*in an Deiner Seite hast, der/die Dich in Deiner wahren Kraft nicht erträgt und in Wahrheit ein kleingehaltenes, verwundetes Abbild Deines wahren Selbst liebt – dann wird das irgendwann zum Problem, wenn Du auf dem Weg in Deine wahre Kraft, auf dem Bewusstseinsweg bist.

Meiner Erfahrung nach passiert eine der folgenden Sachen, wenn wir mit jemandem zusammen sind, der/die uns nicht in unserer Essenz, in unserer wahren Kraft liebt:

Entweder wir halten uns selbst klein, weil es eine unbewusste, unausgesprochene Grundlage der Beziehung ist, dass wir nicht in unsere wahre Kraft gehen.

Oder unser*e Partner*in versucht (unbewusst), uns kleinzuhalten, sobald wir ernstzunehmende Schritte in Richtung unserer weiblichen Kraft, unserer inneren Freiheit, unserer tiefen Selbstliebe, unserer Selbstermächtigung machen.

Natürlich können wir auch gemeinsam wachsen, so ist es ja auch bei meinem Mann und mir, auch wenn wir nicht auf exakt demselben Weg sind. Aber oft sehe ich eine der beiden oberen Optionen passieren. (Und oft ist es auch eine Mischung aus beidem!)

Und es ist hilfreich, das für uns und unsere Beziehung(en) immer wieder zu reflektieren:

Wo stehen wir und tun wir uns gut? Tut mir dieser Mensch gut und unterstützt er/sie mich in meinen Wünschen, Träumen, Visionen, Wachstumsprozessen?

Und wenn nicht: Wie können wir es ändern?

Und wenn wir es nicht ändern können: Ist es vielleicht besser, getrennte Wege zu gehen?

Lieber allein sein, als sich zu verbiegen und kleinzuhalten

Nach vier nicht ganz so heilen Beziehungen und nun in einer sehr ermächtigenden, liebevollen ist für mich klar: Ich wäre lieber allein, als mich nochmal so zu verbiegen und kleinzuhalten, wie ich das in früheren Beziehungen getan habe.

Ich finde es so so so wichtig, dass wir Partner*innen (und generell: Menschen!) an unserer Seite haben, die uns sehen, erkennen und unterstützen.

Wie das im Einzelfall aussieht, ist natürlich so verschieden und individuell wie wir Menschen sind. Jede Beziehung hat ihre eigenen Motoren und Regeln. Aber generell gilt für mich: Lieber allein, als in einer Beziehung zu leben, zu deren Existenzgrundlagen gehört, dass ich mich kleinmache und verbiege.

Ich weiß, ich bin im Moment in einer komfortablen Situation, das zu sagen, denn meine Beziehung ist momentan (und seit vielen Jahren) einfach absolut unterstützend und liebevoll.

Aber wir hatten auch schon mal eine andere Phase: In den tiefsten Tiefen meiner Therapie, 2015, als sich vieles in mir sehr veränderte und ich vieles aufarbeitete, knallte es auch in der Beziehung öfter und unschöner als sonst zwischen uns. Es war eine Phase und wir sind da als Paar gestärkt draus hervor gegangen. Dauerhaft würde ich so ein Miteinander für mich nicht wollen.

Ich beobachte immer wieder, dass Menschen mit Partner*innen zusammenbleiben, die sie eigentlich nicht in ihrer wahren Kraft lieben und unterstützen.

Ich weiß, die Angst vor Veränderung ist so eine große Triebfeder für uns Menschen.

(Gar nicht so selten sind da auch karmische Verbindungen am Start, die gerne mal getrennt werden dürfen!)

Da bleiben wir oft auch mal in Umständen, die uns nicht dienen, weil sie uns einfach so vertraut sind. Weil wir uns das Leben ohne diesen Menschen nicht vorstellen können. Auch wenn wir mit ihm unsere höchste Wahrheit nicht leben können. Und uns selbst damit unser größtes Glück verwehren.

Für mich bleibt gültig: Lieber allein, als mich zu verbiegen.

Jede von uns verdient jemanden an der Seite, der/die sie aufrichtig und zutiefst in ihrer Kraft liebt.

Aber manchmal müssen wir den Mut aufbringen, erst einen anderen Menschen gehen zu lassen – oder selbst aktiv zu gehen – um den Platz für diesen Menschen frei zu machen.

Und ja, ich weiß, das kostet Mut. Vor allem nach langen Jahren und der damit oft einhergehenden Vertrautheit.

Aber ich weiß auch: Für manche von uns steht diese Veränderung einfach an in dieser Zeit.

In dieser Zeit, die uns wie keine Zeit zuvor in unsere wahrhaftige, einzigartige Kraft ruft!

Und nun noch ein Exkurs zu einem oft angefragten Thema:

Muss mein*e Partner*in spirituell sein?

Die Thematik kommt bei Frauen im Erwachensprozess/auf dem Bewusstseinsweg immer wieder auf: Muss mein*e Partner*in auch auf diesem Weg sein, damit wir weiter zusammen glücklich sein können?

Ich selbst kenne auch von meinem Weg die Sehnsucht, meine Erfahrungen tiefergehend mit meinem Mann zu teilen, mich mit ihm darüber auszutauschen und in der Tiefe von ihm verstanden zu werden.

Mein Mann ist allerdings bisher nicht auf diesem Weg.

(Obwohl er laut astrologischer Analyse selbst Heiler-Potential in sich trägt – er lebt es aber eben anders oder hat es vielleicht bisher noch nicht in Gänze aktiviert.)

Und ich bin überzeugt: Für uns ist das auch gut so.

Mein Erwachen war sehr turbulent und meine Prozesse sind manchmal immer noch sehr intensiv – es ist extrem hilfreich, heilsam und unterstützend, da jemanden an der Seite zu haben, der beständig den Raum hält.

Ich glaube, diese Beziehung hätte vielleicht nicht überlebt, wenn wir beide gleichzeitig solch einen krassen Erwachensprozess durchlebt hätten.

Oft ist unser Bedürfnis danach, dass unser*e Partner*in uns versteht und unsere (neuen) Wahrheiten anerkennt, auch unserer eigenen inneren Unsicherheit geschuldet. Und in dem Fall ist es definitiv gesünder und heilsamer, zu lernen, sich selbst die Anerkennung zu geben – und nicht, sie (erfolglos) im Außen zu suchen.

Essentiell wichtig ist dagegen, dass der Mensch, mit dem wir unser Leben teilen, unseren Weg respektiert und auf seine eigene Art und Weise mitträgt.

Er muss mich ganz annehmen. Aber nicht unbedingt verstehen.

Wenn mein Mann mich nicht unterstützen und meinen Weg nicht respektieren würde, ginge das für mich nicht.

Aber er muss meine Arbeit und meine Wahrheit nicht im Detail kennen und zustimmen. Er hat wirklich keine Ahnung davon, was ich hier so genau treibe – und dies hier wird wahrscheinlich der erste meiner Artikel sein, den er von Anfang bis Ende liest – weil er drin vorkommt. (Ich bin mir aber nicht mal sicher, ob er ihn wirklich liest, haha! Nachtrag: Hat er nicht.)

Er muss es auch nicht alles bierernst nehmen – ein bisschen Spaß ist erlaubt. Einmal hat er laut und deutlich gefragt: „Na, biste wieder in der Fantasy-Ecke??“, als er mich aus der Eso-Ecke unserer örtlichen Buchhandlung abholte.

Ich kann über sowas lachen.

Weil seine Liebe zu mir auch durch den doofsten Spruch strahlt. Weil er der lustigste Mensch ist, den ich kenne.

Weil ich weiß, was ich in meinem Herzen weiß.

Und weil ich selbst zu meiner Wahrheit und zu meinem Weg stehe. (Auch das war und ist auf jeden Fall ein Prozess!)

So. Das waren meine 2000+ Worte zum Thema heil(ig)e Partnerschaft. Mögen sie Dir dienen!

Namaste.

Bist Du bereit, tiefer in Deine ureigene weibliche Kraft einzutauchen und ein zutiefst erfülltes Leben zu leben? Dann melde Dich gleich für meine kostenfreie, inspirierende E-Mail-Serie „Weiblich, kraftvoll, einfach Du!“ an.

In meinem Shop findest Du eine wachsende Zahl unterstützender Audio Classes, Meditationen etc. – schau unbedingt mal vorbei.

Für Deine ganz individuelle Begleitung bin ich gerne mit einem Reading für Dich da.

Beitrags- und Pinbild: Asaf R via unsplash.com

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Bewusste Partnerschaft – wie unsere Liebesbeziehungen uns auf dem Weg in unsere einzigartige Kraft unterstützen... oder blockieren!

About the author

Suzanne: Suzanne ist spirituelle Lehrerin, Speakerin & Autorin.

7 Comments

  1. Anne

    August 13, 2020
    Antworten

    Danke wieder einmal für diesen wunderbaren Artikel, liebe Suzanne!
    Deine Partnerschaft klingt wirklich wunderbar :-) Mich beschäftigt gerade noch eine Frage, weil ich selbst damit zu tun habe: Da dein Mann ja auch nicht auf dem spirituellen Weg ist - erzählst du ihm dann trotzdem von deinen Erfahrungen in deinem Prozess? Nimmst du ihn quasi mit, wenn er selbst damit ja eigentlich keine Erfahrung hat?
    Für mich ist es gerade so, dass meine spirituelle Entwicklung mir wahnsinnig viel bedeutet und sehr viel Raum einnimmt. Ich möchte das gerne mit meinem Freund teilen, finde es aber schwer, verständliche Worte für meine Gefühle zu finden. Vielleicht weißt du, was ich meine?
    Viele liebe Grüße, Anne

    • Suzanne

      August 14, 2020
      Antworten

      Hallo liebe Anne, vielen Dank 😊 ja, es ist wirklich eine schöne Partnerschaft... Und es knallt auch ab und zu ordentlich (Artikel dazu folgt evtl.😅). Zu Deiner Frage: Ich teile mit meinem Mann die eher irdischen Facetten meiner Prozesse. Also sowas wie innere Muster lösen, sich von Menschen abgrenzen etc., damit kann er was anfangen. Aber die sehr offen spirituellen Erfahrungen mit irgendwelchen Wesen, Energien, Channelings... Das ganze eher "Übersinnliche" (dieser Begriff ist nicht gaeine) - das teile ich eher selten bis nie mit ihm. Habe ich am Anfang getan, als es für mich ganz neu war, aber das war für keine*n von uns beiden wirklich erfüllend. Ich verheimliche nix oder so, aber es hat sich ganz natürlich so eingefunden, dass ich den ganzen "extreme Eso“ Kram mit 1,2 Freundinnen teile, die selbst auch den Zugang dazu für sich haben. Ich kann Dein Bedürfnis total nachvollziehen, das alles mit Deinem Freund zu teilen. Für uns hat es sich jetzt so wie beschrieben total gut eingefunden und ich bin damit auch total zufrieden.

      Alles Liebe für Dich und danke für Dein Interesse ❤️
      Suzanne

  2. Anne

    August 15, 2020
    Antworten

    Ganz lieben Dank für deine Antwort, liebe Suzanne!🙏❤️
    Das beruhigt mich gerade total, was du von euch schreibst 😉
    Ich finde es ziemlich herausfordernd, einen guten Mittelweg zu finden, so dass man den anderen nicht ausschließt, aber eben auch nicht alles teilen muss, was für beide dann auch nicht hilfreich ist.
    Ich kenne es durchaus auch von mir, die extreme "Eso-Seite" zu verleugnen beziehungsweise zensiere ich mich oft noch stark, wenn es um den Ausdruck meines (in den letzten Jahren gewonnenen) Weltbilds geht. Und dann habe ich natürlich irgendwie das Gefühl, nicht ehrlich zu sein. Ich glaube, darum geht es letztlich: Dass ich zu meiner Sicht auf die Dinge stehe, auch wenn zum Beispiel mein Freund das nicht unbedingt nachvollziehen kann. (Das hast du in deinem Artikel ja auch geschrieben!) Das alleine ist schon ein ganz schön großer Schritt, finde ich!
    Danke für deine Inspiration und dass du uns an deinem Weg teilhaben lässt!❤️
    Alles Liebe, Anne

    • Suzanne

      August 16, 2020
      Antworten

      Ja, es ist auch immer wieder ein Neujustieren. Das Thema, den anderen nicht auszuschließen, finde ich auch wichtig und ich habe mich in letzter Zeit auch manchmal gefragt, ob ich meinem Mann zu wenig erzähle von meinem spirituellen Weg und meiner Arbeit. Deswegen versuche ich gerade, das bewusst wieder etwas mehr zu tun. Neulich hab ich zu ihm gesagt "Ich bin quasi ein X-Men" 😅 und habe ihn gebeten, einfach für sich mal in den inneren Dialog zu gehen, ob er sich dafür öffnen/es annehmen kann, dass es solche "übernatürlichen" Gaben halt wirklich gibt - und nicht nur im Kino. Also wie Du siehst, ist es auch für mich/uns ein Tanz und ein Prozess :) Danke für den schönen Austausch dazu!

      Alles Liebe
      Suzanne

      P.S.: Die E-Mail-Benachrichtigung zu Deinem Kommentar kam gestern Abend um 22:22 :D

  3. Anne

    August 16, 2020
    Antworten

    Der X-Men-Vergleich ist großartig!! :)

    Wow, ja, das trifft es total: Für mich ist es selbstverständlich, dass es solche Gaben gibt, während mein Freund alles "Übernatürliche" eigentlich komplett verneint. Und ich könnte schon die Wände hochgehen, wenn er den Begriff "übernatürlich" verwendet, weil der für mich so überhaupt nicht mit meiner Wahrnehmung übereinstimmt! 😉 Auch deswegen meide ich momentan solche Gespräche, weil sie mich so doll triggern...
    Ich finde es ja super, dass dein Mann die Offenheit mitbringt, sich damit auseinanderzusetzen! Ein schöner Ansatz, ihn zu bitten, das für sich zu hinterfragen. Vielleicht probiere ich das auch mal;)

    Oh wie schön, 22:22! Ich freue mich immer riesig, wenn ich da auf die Uhr schaue - das versteht mein Freund übrigens, er mag Zahlen 😅

    Ganz liebe Grüße!
    Anne

    • Suzanne

      August 19, 2020
      Antworten

      <3 Ich glaube, dass es Dich weniger triggern (und dennoch nicht kaltlassen!) wird, wenn Dein Freund eher "kritisch" (?) reagiert, wenn Du selbst noch weiter in Deiner Gabe angekommen bist und Deine eigenen inneren Abwertungen weiter gelöst hast. Ich hoffe, der Kommentar ist ok für Dich - letztendlich gilt das ja für uns alle so. Trotzdem ist es meiner Meinung nach auch total normal, sich zu wünschen, dass der/die Partner*in einen wirklich sieht, mit allem was man eben so ist. Alles Liebe zurück :)

      • Anne

        August 20, 2020
        Antworten

        Liebe Suzanne, absolut! Das glaube ich auch - und das nervt mich dann manchmal noch mehr, wenn ich mir klarmache, dass er mir natürlich auch meine eigenen Unsicherheiten spiegelt 😉 wie du sagst, es ist ein Prozess! Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf, noch mehr von eurem Weg zu hören - vielleicht mag dein Mann ja doch irgendwann in den Podcast kommen 😃 Viele liebe Grüße ❤️

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