Die prägendste Beziehung unseres Lebens – und was sie mit uns machen kann: Mama!

Die prägendste Beziehung unseres Lebens – und was sie mit uns machen kann: Mama!

Die Aufarbeitung der Mutter Tochter Beziehung als Schlüssel zum Glück

Wie ich schon mehrfach beschrieben habe, stammen unsere wunden Punkte, unsere Blockaden und herausfordernden Themen, mit denen wir in diesem Leben konfrontiert werden, ursprünglich aus verschiedenen Zusammenhängen:

Manche von ihnen haben wir durch eigene Erfahrungen – oft, aber nicht ausschließlich, in der Kindheit – erworben, andere stammen aus unserer Ahnenreihe, wieder andere sind seelische Wunden aus anderen Inkarnationen und nicht wenige stammen auch aus dem Kollektiv.

Unter all den verschiedenen möglichen Faktoren und Ursachen spielt eine Beziehung eine ganz besondere Rolle: Die zu unserer Mutter. (Beziehungsweise die zu unserer Mutter und zu unserem Vater, dazu weiter unten mehr.)

Unsere leibliche Mutter, die Frau, durch die wir inkarniert sind, die uns dieses Leben geschenkt hat, die unseren magischen Körper mit ihrem magischen Körper kreiert hat, spielt eine unglaublich große Rolle im Bezug darauf, wie selbstsicher, erfüllt, frei, zielstrebig (und, und, und…) wir als Erwachsene durchs Leben gehen.

Die allermeisten von uns tragen diesbezüglich eine tiefe Wunde mit sich herum: Die Mutter-Wunde

Dieses Thema taucht in meiner Arbeit regelmäßig auf und ich finde, dass in Relation dazu wirklich wenig öffentlich darüber gesprochen wird. Deshalb schreibe ich heute darüber.

Doch was ist die Mutter-Wunde überhaupt?

Mutter-Tochter-Beziehung: Die Ur-Wunde

Unter der Mutter-Wunde verstehe ich den tiefen Schmerz und alle sich daran anschließenden Blockaden und Muster, der durch unsere allererste Erfahrung mit bedingter „Liebe“ ausgelöst wurde. Ein – in der Regel wiederholtes – Feedback von unserer Mutter, das uns in einem sehr jungen Alter in irgendeiner Form die Botschaft/das Gefühl von „nicht gut genug/nicht richtig“ sein gegeben hat.

Es ist eine Ur-Wunde auf der Lebensreise des Menschens. Eine solche Erfahrung ist für ein Kind in etwa gleichbedeutend mit „vom Leben verstoßen werden“ oder einer Abwendung Gottes von einem selbst: Das, was uns erschaffen hat, aus dem wir kommen und das wir abgöttisch lieben, liebt uns nicht mehr (bedingungslos).

(Und bedingte Liebe ist keine wahre Liebe.)

„So, wie ich bin, bin ich nicht liebenswert“ oder „Ich muss mich verändern, um geliebt zu werden“ – das sind übliche Glaubenssätze, die aus dieser Wunde heraus entstehen.

Und glaub mir, Glaubenssätze wie diese trägt nahezu jeder Mensch in sich – weil nahezu jeder Mensch diese Wunde in sich trägt.

Die erste Erfahrung von bedingter Liebe prägt uns

Glaubenssätze dieser Art, die die meisten von uns schon in den ersten Lebensjahren in sich verankert haben, stehen einem wirklich freien, erfüllten Leben diametral entgegen. Deswegen halte ich eine ehrliche, offene Auseinandersetzung mit der Beziehung zur eigenen Mutter/zu den eigenen Eltern auf diesem Weg für unausweichlich.

Das heißt übrigens nicht, dass jede von uns ein offensichtlich schwieriges Verhältnis zur eigenen Mutter haben muss, um diese Wunde zu tragen.

Wir können uns auch gut mit unserer Mutter verstehen und trotzdem sehr jung diese schmerzhafte Erfahrung des „nicht vollkommen angenommen seins“ gemacht haben.

Ich kenne Frauen, die eine sehr enge Beziehung zu ihren Müttern haben und wo gerade das „extrem“ Harmonische das blockierende Element ist – unbewusst hat auch dort sehr früh eine Anpassung des eigenen Verhaltens und Denkens an die Vorstellungen der Mutter stattgefunden, verknüpft mit einer Abwertung des eigenen ganz natürlichen Seins.

Die eigene Essenz wird nicht gelebt, aus Liebe zur Mutter – und das ist für die Selbstverwirklichung und Entfaltung oft genauso hinderlich wie eine schwierige Beziehung zur eigenen Mutter.

Beziehung zu den eigenen Eltern aufarbeiten

(Die Mutter-Wunde wirkt übrigens im Detail anders als die Vater-Wunde, aber nachfolgend werfe ich vorerst beide in einen Topf, weil die hier beschriebenen Dynamiken für beide gelten.) 

Letztendlich sind unsere Eltern eben die ersten ~ 10 Jahre unseres Lebens die wichtigsten Menschen für uns – und die, für die wir uns als Erstes anfangen zu Verbiegen. Unsere Mutter ist dabei tatsächlich ein göttliches Wesen. Für ein Baby ist die leibliche Mutter Gott, in vielerlei Hinsicht.

Der Weg in ein ganzheitlich erfülltes, kraftvolles Leben führt über die Auseinandersetzung mit allen für uns bedeutsamen Beziehungen unseres Lebens – alle Begebenheiten, die dazu geführt haben, dass wir uns nach und nach Masken aufgesetzt, unser Herz verschlossen und den Glauben an unseren bedingungslosen Wert verloren haben, gehören aufgeräumt und aufgelöst.

Das heißt nicht, dass wir jede dieser Begebenheiten bewusst und lange durchkauen müssen – manche von ihnen erledigen sich als „Nebenprozesse“ quasi automatisch mit wenn wir uns anderen Themen anschauen.

Aber die wirklich prägenden – wie eben die Beziehung zu unseren Eltern – da kommen wir meiner Meinung nach nicht drum herum.

Das hält übrigens unglaublich viele von uns von dem Schritt in die eigenen Kraft ab: Es kostet viel Mut und Kraft, sich die Beziehung zu den eigenen Eltern wirklich aufrichtig anzuschauen. Kinder stellen ihre Eltern emotional auf ein Podest, das ist ganz natürlich – aber vielen von uns fällt es schwer, sie da zu gegebener Zeit wieder runterzuholen.

Und das passiert in einem solchen Prozess, wenn er gesund und bis zum Ende durchgeführt wird, unweigerlich.

Daher wagen viele diesen Schritt nicht – oder brechen den Prozess auf dem Weg ab.

Doch den Weg zu gehen, lohnt sich.

Der Weg lohnt sich

Ja, es ist herausfordernd, mit dem eigenen „Ur-Schmerz“ so konfrontiert zu werden, keine Frage.

Allerdings ist es auch einer der befreiendsten und ermächtigendsten Prozesse überhaupt.

Er kann Dich dahin führen, Deinen Wert endlich vollkommen unabhängig von der Anerkennung Deiner Eltern (und folglich ALLER Menschen) zu erkennen. Und er kann auch dahin führen, dass Du siehst, wie sehr sie Dich wirklich lieben und immer geliebt haben – auch wenn sie vielleicht nicht immer in der Lage waren, Dir das so zu zeigen, wie Du es Dir rückblickend gewünscht hättest.

Dieser Prozess kann Dich auch dazu führen, die verletzten Kinder in Deinen Eltern und anderen Vorfahren zu sehen; ihre eigenen Biografien genauso wichtig und ernst zu nehmen, wie Deine eigene. Hier spielt auch das Thema transgenerationales Trauma – wie für fast alle von uns – eine große Rolle.

(Achtung: Dies zu sehen bedeutet NICHT, die Verantwortung dafür zu übernehmen und unsere Eltern emotional zu „bemuttern“ – das ist nämlich eine übliche, nicht sehr heilsame Strategie, die Kinder als Reaktion auf die toxischen Muster ihrer Eltern entwickeln!)

Letztendlich kann dieser Prozess Dich dahin führen, Deine Eltern ganzheitlicher und aufrichtig zu lieben – ohne auf ihre Liebe/Anerkennung angewiesen zu sein. Und auch: Ohne die Wunden, die Deine Kindheit mit ihnen mit sich gebracht hat, zu negieren.

Du kannst Deinen eigenen Schmerz annehmen und Deine Geschichte ehren, ohne dafür andere verurteilen zu müssen.

Und das ist für mich persönlich wahres Erwachsen-sein, wahre Abnabelung.

Wahre Abnabelung als Schlüssel zum selbstermächtigten Leben

Natürlich ist jede Lebensgeschichte anders – und ich sage nicht, dass es einen „Musterweg“ in Bezug auf die bedeutsame Beziehung zu den eigenen Eltern gibt.

Wenn Du Dich diesem Thema stellst, Dir diese Wunde anschaust und in den entsprechenden Prozess gehst, kann es auch sein, das für Dich das heile, wahre, gesunde Ergebnis ist, den Kontakt zu Deinen Eltern abzubrechen und nie wieder im Leben ein Wort mit ihnen zu wechseln.

Eine solche Entscheidung kann genauso richtig, ermächtigt und ermächtigend sein, wie der oben beschriebene Weg, der zu mehr Nähe und Kontakt führen kann. Und es gibt unzählige Nuancen zwischen den beiden genannten „Extremen“. (Also zwischen: „Ich kann meine Eltern ganzheitlicher lieben“ und „Ich breche den Kontakt ab“.)

Dabei bin ich überzeugt davon, dass Vergebung ein wichtiger Schritt auf dem Weg ist – aber ich weiß auch, dass Vergebung NACH dem Anerkennen des eigenen Schmerzes kommt. Dass wir die Konfrontation mit unserem Schmerz nicht überspringen können. Für manche von uns ist die Wunde eine so tiefe, dass sie sehr lange zum Heilen braucht und dass Vergebung lange Zeit nicht denkbar – nicht fühlbar ist.

Doch ich glaube, das wird sie für jede*n von uns irgendwann – selbst wenn wir vielleicht manchen Menschen nie vergeben werden, aber doch der Seele.

Wo auch immer Du diesbezüglich stehst oder Dein Weg Dich in Zukunft noch hinführen mag – sei achtsam mit Dir und gib Dir die Zeit, die Du brauchst.

Die innere Mutter/der innere Vater – ein Weg zur Heilung der Mutter- /Vater-Wunde

Eine Methode, die ich in solchen Prozessen als unterstützend empfunden habe, ist, mütterliche/väterliche Energien IN MIR zu finden, mit denen ich mich/mein inneres Kind ein Stück weit selbst halten kann.

Denn jede*r von uns trägt potentiell alle femininen als auch maskulinen Energien des Universums in sich – also auch liebevolle mütterliche und väterliche Energien – unabhängig davon, ob wir in diesem Leben selbst leibliche Mutter oder Vater sind.

Da dies wiederum ein komplexes Thema für sich ist, erfährst Du mehr dazu in meinem YouTube-Video:

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Ein anderer wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang natürlich die Verbindung mit unserer Urmutter/Urvater selbst – der göttlichen Quelle! Darauf gehe ich heute nicht näher ein, weil es den Rahmen sprengen würde. Ich lege Dir aber sehr meine kostenlose geführte Meditation zur Verbindung mit Deinem Quellselbst ans Herz!

Außerdem: Neue E-Mail-Serie ‚Weiblich, kraftvoll, einfach Du!“

In dieser kostenfreien 4-teiligen E-Mail-Serie schauen wir uns ganz übliche, tiefe Blockaden an, mit denen Frauen davon abgehalten werden/sich selbst davon abhalten, ein wirklich kraftvolles, freies Leben zu führen. Und natürlich gibt es Ansätze zur Lösung dieser Blockaden. Hier erfährst Du mehr.

Beitrags- und Pinbild: Melissa Askew via unsplash.com

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About the author

Suzanne: Suzanne ist spirituelle Lehrerin, Speakerin & Autorin.

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